Erobique Friday: Carsten & Carsten – Ich mag Leute (Video)


Noch mehr gute Laune diesen Freitag: Carsten Friedrichs von Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen und Carsten Erobique Meyer haben diesen Sommer ein Musik-Duo gegründet und nennen es „Carsten & Carsten“. Am 18.09.2020 erscheint ihre Single „Ich mag Leute/Das Feiertagsdilemma“ auf. „Ich mag Leute“ ist heute digital samt Video erschienen. Die limitierte Scheibe kann hier und hier (vor)bestellt werden.

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Whitney veröffentlichen Coveralbum „Candid“ – Testspiel.de


Whitney (Foto: Colin Matsui)

Die wunderbaren Whitney haben bereits vor ein paar Tagen ein Coveralbum angekündigt. „Candid“ heißt ihr Coveralbum und veröffentlicht wird die Scheibe am 14. August natürlich über Secretly Canadian.

Heute haben haben ihre Interpretation des Stücks „Strange Overtones“ – im Original ein kollaborativer Song von David Byrne und Brian Eno veröffentlicht.

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Die Single folgt auf die zuvor veröffentlichten Coverversionen des The Roches-Klassikers „Hammond Song“, sowie John Denvers „Take Me Home, Country Roads“ (feat. Waxahatchee) und SWVs „Rain“.

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Mit Bezug auf den neuen Song „Strange Overtones“ verrät Gitarrist Max Kakacek:

„The most fun part of recording this was figuring out the solo. Malcolm slayed it on the piano and having him tackle it made so much sense even though this is the first time we’ve ever had a keys solo on a recorded track. I remember after his take, which killed, he said, ‘I went into it thinking Bruce Hornsby but I came out of it thinking Bruce Springsteen.’“

Im Kern ist Candid eine Hommage sowohl an die Songs, die Whitney bereits seit Bandgründung bewundern, als auch an die immer stärker wachsende Verbindung, die die Band durch jahrelanges Touren und eine beständige Freundschaft pflegt.

„One thing we realized is how these songwriters could make amazing songs with so much simplicity. Taking these skeletons and working with this incredible material means we’re keeping our chops and staying tight as a band,“ erklärt Drummer und Sänger Julien Ehrlich.

Das Album ist eine ehrliche Momentaufnahme der sich stetige entwickelnden und vielseitigen Geschmäcker der Band – durchzogen mit einem gänzlich einladenden Charme. Whitney zeigen sich hier von ihrer unverblümtesten und originellsten Seite. Doch allen voran zeigt das Album den aufrichtigen Tribut an die Songwriter, die der Band über die Jahre am meisten geholfen haben.

Update vom 14.08.: Hier ist der Spotify-Stream des Albums.

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von Spotify zu laden.

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Albumartwork „Candid“

Tracklist

1. Bank Head
2. A.M. A.M.
3. Take Me Home, Country Roads (feat. Waxahatchee)
4. High on a Rocky Ledge
5. Something Happen
6. Strange Overtones
7. Hammond Song
8. Crying, Laughing, Loving, Lying
9. Rain
10. Rainbows and Ridges



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Fahrradfahrer covert ikonisches Drum-Fill aus „In the Air Tonight“, während er in Mülltonnen kracht


Dank des viralen Videos dieser Zwillinge ist Phil Collins‘ „In the Air Tonight“ wieder in den Charts. Ob dieser junge Radfahrer auch an den Song gedacht hat, als in die Mülltonnen geknallt ist?

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(via)



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CRO veröffentlicht neue Single „Fall Auf“ (ft. Badchieff) [Video]


Nach ein paar seltsamen Video-Teasern und Instrumentals (C-C#6) hat Cro heute seine erste Single vom mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kommenden neuen Album (VÖ noch unbekannt) veröffentlicht.

Textlich geht’s um Selbstfindung und -akzeptanz und das ständige Hinfallen und Aufstehen im Leben. Musikalisch erinnert die Gitarre an Pixies‘ „Where Is My Mind“, den Song, den viele aus der Schlussszene des Films „Fight Club her kennen. „Und fall‘ hin, fall‘ hin, fall‘ hin, fall‘ hin Fall‘ auf“ aus der Hook erinnert mit etwas Phantasie an „1901“ von Phoenix. Fühlen wir.

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PS: In dem schrägen Musikvideo zu „Fall Auf“ ist einer der Protagonisten, Doc Chief in einer Szene ohne seine
Maske zu sehen. Ist das etwa Cro?



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Nikolaus Kopernikus – Astrodicticum Simplex


Das ist die Transkription einer Folge meines Sternengeschichten-Podcasts. Die Folge gibt es auch als MP3-Download und YouTube-Video. Und den ganzen Podcast findet ihr auch bei Spotify.

Mehr Informationen: [Podcast-Feed][iTunes][Bitlove][Facebook] [Twitter]

Über Bewertungen und Kommentare freue ich mich auf allen Kanälen.

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Sternengeschichten Folge 403: Nikolaus Kopernikus

Nikolaus Kopernikus. Es gibt nur wenige Namen aus der Wissenschaft die so gut wie alle Menschen kennen. Albert Einstein, Charles Darwin, Stephen Hawking, Isaac Newton. Und Nikolaus Kopernikus gehört da auch dazu. Immerhin haben wir ein ganzes Weltbild nach ihm benannt, das “kopernikanische Weltbild” und als wir diese Sicht auf die Welt akzeptiert haben war das die “kopernikanische Revolution”. Kopernikus war also definitiv kein unwichtiger Mensch. Und es lohnt sich, ein wenig genauer auf sein Leben und seine Arbeit zu schauen, auch wenn die meisten wissen, wofür er berühmt ist: Kopernikus hat gezeigt, dass nicht die Sonne sich um die Erde dreht sondern die Erde um die Sonne. Das wir nicht im Zentrum des Universums stehen. Und das ist richtig. Aber die ganze Geschichte ist ein wenig komplizierter und länger…

Geboren wurde Nikolaus Kopernikus am 19. Februar 1473 in Thorn. Das heißt heute Toruń und liegt in Polen. Damals war es aber Teil von Königlich Preußen, nicht zu verwechseln mit dem Königreich Preußen; aber die Geografie dieser Ecke von Europa zur damaligen Zeit aufzudröseln ist eine sehr komplizierte Angelegenheit und nicht das Thema dieser Folge. Kopernikus hieß damals auch nicht “Kopernikus” sondern Niklas Koppernigk. Erst später hat er – wie es damals unter den gebildeten Menschen üblich war – eine lateinische Version seines deutschen Namens angenommen, eben “Nikolaus Kopernikus”. Sein Vater war ein reicher Kupferhändler, starb aber schon als Nikolaus erst zehn Jahre alt war. Zum Glück gab es noch Verwandte, zum Beispiel Lucas Watzenrode, Fürstbischof von Ermland und Onkel von Kopernikus. Der kümmerte sich um die Kinder seiner Schwester und ermöglichte Nikolaus eine gute Ausbildung. 1491 ist er 18 Jahre alt und beginnt ein Studium an der Universität Krakau. 1492 entdeckt Columbus Amerika und das zeigt gut, in welch aufregenden Zeiten Kopernikus gelebt hat. Überall waren Entdecker unterwegs; erreichen Gegenden der Erde wo zuvor noch niemand war (zumindest niemand aus Europa). Kopernikus bleibt bis 1494 an der Universität und verlässt sie dann, ohne einen Abschluss gemacht zu haben. Sein Onkel verschafft ihm einen Job in der Kirchenverwaltung in Frauenburg; da ist nicht viel zu tun weswegen er genug Zeit hat um 1496 nach Italien an die Universität Bologna zu gehen um dort weiter zu studieren.

Kopernikus! An irgendwen erinnert mich der Typ! (Bild: gemeinfrei)

Kopernikus reist durch Gegend. Bologna, Rom, Padua. Überall lernt und studiert er; Theologie, Medizin, Jura, Griechisch und kommt auch mit Astronomie in Kontakt. Vor allem an der Universität Bologna gab es damals ein paar fortschrittliche Denker bei denen er vermutlich das erste Mal davon hörte, dass es auch Alternativen zur anerkannten Sicht des Universums gibt. Denn Kopernikus war nicht der erste, der die Idee mit dem kopernikanischen Weltbild hatte. Das, von dem man damals überzeugt war, war das “geozentrische” oder “ptolemäische Weltbild” und es entsprach dem, was alle auch mit eigenen Augen Tag für Tag sehen konnten. Die Erde bewegt sich nicht. Sonne und Mond ziehen über den Himmel, die Sterne drehen sich des Nachts um die Erde. Die Erde selbst aber macht gar nichts und ruht unbewegt im Zentrum von Allem. Was auch den Philosophen im antiken Griechenland nicht nur offensichtlich sondern auch höchst logisch erschienen ist. Vor allem Aristoteles war dieser Meinung. Dass die Erde das Zentrum des Universums sein muss, würde man ja schon daran sehen können, dass Dinge immer nach unten fallen. Denn jedes Ding will seinen “natürlichen Ort” erreichen und der ist eben das Zentrum von allem. Und wenn alles von oben nach unten auf die Erde fällt, dann muss die Erde eben genau in diesem Zentrum sein. Dass die Sonne und die Sterne nicht runterfallen liegt daran, dass für sie andere Gesetze gelten; sie sind Teil einer ganz anderen Welt, einer göttlichen Welt, die ewig und unveränderlich ist. Die Himmelskörper sind an kristallenen Sphären montiert, die sich um die Erde drehen und alles wird von einer ganz besonderen Kugelschale eingehüllt an der die Lichter der Sterne befestigt sind.

Das Universum der damaligen Zeit war klein und heimelig; in der Mitte die Erde, außen herum der göttliche Himmel. Im ersten Jahrhundert fasste der griechische Philosoph Claudius Ptolemäus das gesammelte Wissen über die Struktur und Bewegung der Himmelskörper zusammen und dieses monumentale Werk war auch noch zu Kopernikus Zeit unbestritten. Aber es gab immer schon eine Minderheit an Philosophen die das ganze anders sahen. Aristarch von Samos zum Beispiel, der im 3. Jahrhundert vor Christus schon korrekt erkannte, dass die Sonne sehr viel größer als die Erde sein muss, war der Meinung, dass es deswegen viel sinnvoller sein würde, wenn sich die kleine Erde um die große Sonne bewegt und nicht umgekehrt.

Und auch im europäischen Mittelalter gab es immer wieder Forscher, die Zweifel am ptolemäischen Weltbild hatten. Denn wenn man damit probiert die Position der Himmelskörper zu berechnen und vorherzusagen klappt das nie so genau wie man es gerne hätte. Wenn sich alles auf Kreisen um die Erde herum bewegt, dann müssten die Planeten das ja zum Beispiel auch immer mit der gleichen Geschwindigkeit tun. Tatsächlich sind die Planeten aber unterschiedlich schnell; mehr noch, manchmal bleiben sie sogar ganz stehen und bewegen sich dann eine Zeit lang rückwärts bevor sie den Weg wieder in die ursprüngliche Richtung fortsetzen. Um all diese Phänomene mit einer unbewegten Erde im Zentrum der Dinge in Einklang zu bringen, war man gezwungen sehr komplizierte Veränderungen zu erfinden. Die Planeten durften sich nicht auf Kreisen bewegen, sondern auf Kreisen, die entlang von anderen Kreisen um die Erde rollen, und so weiter. Ich habe das alles in Folge 115 schon erklärt, als ich über die “Epizykeltheorie” gesprochen habe.

Als Kopernikus in Italien studierte gab es durchaus also schon einige, die das alte Weltbild in Frage stellten bzw. lernte er dort auf jeden Fall von den Philosophen der Vergangenheit die genau das getan haben. 1503 schloß Kopernikus seine Studien ab, mit einem Doktor für Kirchenrecht (in den anderen Fächer hat er keinen offiziellen Abschluss gemacht). Danach ist er zurück in seine Heimat gegangen und hat bei seinem Onkel, dem Bischof, als Arzt und Sekretär gearbeitet. Später “Domherr” in Frauenburg, also eine Art hoher Kirchen- bzw. Staatsbeamter. Dementsprechend war auch seine Arbeit. Er musste sich mit der Verteilung verlassener Bauernhöfe beschäftigen, mit der Reformation der Brotpreise oder einer Überarbeitung des Geldsystems und des Münzwesen. Diese Arbeit machte er durchaus gut; er gilt heute als einer der wichtigsten Ökonomen des 16. Jahrhunderts, seine theoretischen Arbeiten über die Wirtschaft waren wegweisend. Aber natürlich ist er viel mehr für seine astronomische Arbeit bekannt.

Seite aus “De revolutionibus orbium coelestium” (Bild: gemeinfrei)

Für Astronomie hat er sich immer schon interessiert; er hat auch eigene astronomische Beobachtungen angestellt – wenn auch keine sehr guten. Aber er hat sich Gedanken gemacht. Das erste Mal aufgeschrieben hat er sie schon nachdem er aus Italien zurück gekommen ist. 10 Seiten nur waren es damals, mit dem Titel “Hypothesen über die Bewegung des Himmels”. Aber schon da stand der Satz “Der Erdmittelpunkt ist nicht der Mittelpunkt der Welt”. Seine kurze Abhandlung hat er nicht offiziell veröffentlicht, aber sie wurde unter Bekannten und Gelehrten herumgereicht. Sogar der damalige Papst hört davon – und ist nicht sonderlich davon gestört, dass da jemand die Erde aus dem Mittelpunkt des Universums verdrängt. Von einem anderen Kardinal wird Kopernikus sogar noch ermuntert, seine Erkenntnisse endlich offiziell zu veröffentlichen.

Macht Kopernikus aber nicht. Nicht unbedingt aus Angst vor der Kirche, wie man heute oft hört. Das war vielleicht auch ein Grund, aber sicher nicht der einzige. Viel mehr dürfte er sich gesorgt haben, unter den Gelehrten als großer Spinner dazustehen, wenn er plötzlich ein komplett neues Weltbild vorschlägt das so offensichtlich dem widerspricht, was man ja mit eigenen Augen sehen kann. Schließlich lässt er sich aber doch überreden, seine ganzen Ideen ausführlich aufzuschreiben. Sein Buch heißt “De revolutionibus orbium coelstium”, auf deutsch “Über die Umschwünge der himmlischen Kreise”.

Vor allem um die ganze Angelegenheit mit der Bewegung der Himmelskörper ordentlicher zu machen, hat Kopernikus sein Werk geschrieben. Denn wenn die Erde nicht unbewegt im Mittelpunkt steht sondern sich selbst auch um die Sonne bewegt, ist es auf einmal ganz logisch, dass wir die anderen Planeten mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten beobachten. Je nachdem wie wir selbst uns gerade bewegen sehen wir sie mal schneller und mal langsamer und ab und zu kann es auch passieren, dass wir einen anderen Planeten scheinbar rückwärts laufen sehen. Wir befinden uns eben selbst auf einem sich bewegenden Beobachtungspunkt. Man darf Kopernikus’ Werk aber nicht mit moderner Naturwissenschaft verwechseln. Die wurde erst lange nach ihm entwickelt. In seinem Buch findet man zum Beispiel Aussagen wie diese hier: “In der Mitte aber von allen steht die Sonne. Denn wer wollte diese Leuchte in diesem wunderschönen Tempel an einen anderen oder besseren Ort setzen als dorthin, von wo sie das Ganze zugleich beleuchten kann? … So lenkt in der Tat die Sonne, auf dem königlichen Thron sitzend, die sie umkreisende Familie der Gestirne.” Das sind eher philosophische Argumente und keine physikalischen und tatsächlich konnte Kopernikus auch keinen physikalischen Grund angeben warum denn die Erde um die Sonne laufen sollte und nicht umgekehrt.

Aber im Rahmen dessen, was zu seiner Zeit möglich war, war seine Arbeit durchaus bemerkenswert. Aristoteles zum Beispiel war noch der Meinung, die Himmelskörper müssten sich deswegen auf Kreisen bewegen, weil das eben so die Art von göttlichen Dingen ist. Kopernikus war auch fest davon überzeugt, dass alle Planeten auf Kreisbahnen laufen; kam aber ohne Gott als Grund aus. Er dachte, dass das so ein müsse, weil die Planeten eben selbst auch kreisrund sind. Und da wo Aristoteles dachte, alles fällt nach unten, weil es ins Zentrum des Universums will, behauptete Kopernikus, dass die Dinge deswegen auf die Erde fallen, weil Materie eben gerne bei anderer Materie ist und sich dorthin bewegen will. Was in der Form ein wenig seltsam klingt, aber 200 Jahre später von Isaac Newton auf die solide mathematische Basis des Gravitationsgesetzes gestellt wurde. Ein weiteres klassisches Argument gegen die Drehung der Erde war die Behauptung, dass dann ja ein Stein den man gerade nach oben wirft irgendwo anders runter kommen muss, weil sich die Erde ein Stück gedreht hat, während er in der Luft war. Und das passiert ja offensichtlich nicht. Kopernikus dagegen hat erklärt: Ja, das passiert deswegen nicht, weil sich die Lufthülle um die Erde und alles darin mit ihr mitdreht. Womit er recht hatte.

Sehr coole Briefmarke, Mongolei! (Bild gemeinfrei)

„Die Erde bewegt sich um ihre Achse und täuscht somit den Himmelsumschwung nur vor.“ hat Kopernikus geschrieben. Seine geschriebenen Worte konnte er sogar noch lesen, aber nur kurz. Wenige Wochen nach der Veröffentlichung des Buches im Jahr 1543 starb Nikolaus Kopernikus. Die nach ihm benannte Revolution hat er dadurch natürlich auch verpasst. Die hat aber auch ein wenig gedauert. Zuerst einmal ist nicht viel passiert. Man hat sein Modell als spannende Alternative zur Berechnung der Planetenbewegung betrachtet. Aber nicht unbedingt als reale Beschreibung des Universums. Vor allem, weil Kopernikus’ Modell auch nicht viel genauer war als das alte von Ptolemäus. Auch Kopernikus kam nicht mit reinen Kreisbahnen aus und musste Kreise auf Kreisen laufen lassen damit alles halbwegs passt. Die kopernikanische Revolution haben andere vollendet. Galileo Galilei der im 17. Jahrhundert als erstes durch ein Teleskop zum Himmel schaute und gesehen hat, dass auch der Jupiter von Monden umkreist wird, also sich definitiv nicht alles nur um die Erde dreht. Und vor allem Johannes Kepler, der endlich den Mut hatte, von den Kreisbahnen abzuweichen und mit seinen Keplerschen Gesetzen erklärte, wie sich die Himmelskörper wirklich bewegen: Nämlich auf elliptischen Bahnen. Damit waren dann auch die Vorhersagen auf einmal genau. Und als letztes kam noch der große Isaac Newton der gezeigt hat, dass es keine Trennung zwischen Himmel und Erde gibt; das alles nach den gleichen Naturgesetzen funktioniert und die Kraft die für die Bewegung der Himmelskörper verantwortlich mathematisch berechnet werden kann.

Nikolaus Kopernikus stand weder am Anfang der kopernikanischen Revolution noch an ihrem Ende. Er war genau in der Mitte. Was irgendwie ganz passend ist. Oder unpassend, je nachdem wie man es sehen will…





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Das Astrodicticum-Simplex-Sommerrätsel 2020 – Hinweis 10 – Astrodicticum Simplex


Tag 10, Hinweis 10. Die Regeln des Rätselspiels könnt ihr hier nochmal nachlesen – dort steht auch genau erklärt, wie ihr mitspielen könnt und wie das alles funktioniert. Die bisherigen Hinweise findet ihr hier.

Wer mir heute das Lösungswort schickt, nimmt mit 15 Losen an der Verlosung teil.

Hinweis Nummer 10:

AIOU



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A hidden message in a secret admirer note? – Klausis Krypto Kolumne


An anonymous note published on Reddit contains a number of digits and a reference to a Beatles album. Is there a message hidden in this text?

Once again, I have found a nice crypto mystery in the “codes” group on Reddit. This time, it’s a greeting card with a message sent to a woman named Ariel. It was originally published in the Reddit “puzzles” group by a user named Toadby and then cross-posted to “codes” 11 days ago. Apparently, the mystery is still unsolved.

Here’s a scan of the greeting card:

Source: Reddit

Like so often in the Reddit “codes” group, no background information on this cryptogram is provided. So, we don’t know who received this message and where it was received. Considering that the post is titled “Code in a secret admirer message?”, we can assume that the sender of the card is not known.

The recipient is probably female, though Ariel is also used as a male first name. In the English-speaking world, most women named Ariel having a Wikipedia entry live in the USA, Canada, or Australia, so this message might stem from ones of these countries. In Germany, by the way, “Ariel” is as good as unknown as a given name, probably because a laundry detergent is called this way.

At least, a transcript of the message is provided on Reddit:

61 Hello, Ariel (2) You Are Absolutely
(3) Gorgeous And Amazing, (9) I Had To
Celebrate You With Roses. 0 From 1 The
Beatles 7 White Album.3

As can be seen, we are dealing with a cleartext message that contains a number of figures and a reference to the White Album, the ninth studio album and only double album by the the Beatles. The White Album, published in 1968, is actually called The Beatles, but to avoid confusion, the name derived from the color of its cover is used.

The first obvious question about this message is what the numbers mean. Do they represent a telephone number? Or an encrypted message? A comment on Reddit states that 61 is the country code for Australia, but there are too few remaining digits for a valid Australian phone number.

The second question is why the Beatles’ White Album is mentioned at the end of the text. Does a song on this double record contain the key to decipher a message hidden in these lines? Apparently, none of the Reddit commenters has found anything like this. So let’s look at the tracks on the White Album:

SIDE 1:

  1. Back in the USSR
  2. Dear Prudence
  3. Glass Onion
  4. Ob-La-Di, Ob-La-Da
  5. Wild Honey Pie
  6. The Continuing Story of Bungalow Bill
  7. While My Guitar Gently Weeps
  8. Happiness is a Warm Gun

SIDE 2

  1. Martha My Dear
  2. I’m So Tired
  3. Blackbird
  4. Piggies
  5. Rocky Raccoon
  6. Don’t Pass Me By
  7. Why Don’t We Do It in the Road?
  8. I Will
  9. Julia

SIDE 3

  1. Birthday
  2. Yer Blues
  3. Mother Nature’s Son
  4. Everybody’s Got Something to Hide Except for Me and My Monkey
  5. Sexy Sadie
  6. Helter Skelter
  7. Long Long Long

SIDE 4

  1. Revolution 1
  2. Honey Pie
  3. Savoy Truffle
  4. Cry Baby Cry
  5. (Unlisted – Can You Take Me Back)
  6. Revolution 9
  7. Good Night

To my regret, I don’t see a connection between any of these song titles and the admirer message. Perhaps, a reader knows more. If so, please leave a comment.

Further reading: A Techno song titled “Encryption D”

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Ergänzungen zu Teichmüller – Mathlog


Oswald Teichmüller ist heute für zwei Dinge bekannt: die Teichmüller-Theorie, zu der wir vorhin einen Artikel geschrieben hatten, und die „Deutsche Mathematik“, einen politischen Kampfbegriff der 30er Jahre.
Um die Absurdität des letzteren aufzuzeigen, genügt im Grunde schon ein kurzer Blick auf Teichmüllers wissenschaftliche Biographie.

Oswald Teichmüller war in einem Wintersportort groß geworden, in der Nähe von Nordhausen im Harz. Mit dreieinhalb Jahren hatte er sich selbst Zählen und Lesen beigebracht, seine Mutter beschrieb ihn später als intellektuellen Frühentwickler und sprachlich sehr begabt, gleichzeitig soll er sehr impulsiv gewesen sein. Sein Vater, ein Weber, war im Krieg verwundet worden; er verstarb, als Oswald zwölf Jahre alt war. (Teichmüller selbst gab stets „Fabrikant“ oder „Fabrikbesitzer“ als Beruf seines Vaters an, was aber in keiner Weise der Situation der Familie entsprach.) Nach der Grundschule besuchte er zunächst dreieinhalb Jahre die Hauptschule. Seine Mutter arrangierte dann, dass er in Nordhausen das Gymnasium besuchen und dort bei einer Tante wohnen konnte. Mit 17 nahm er das Mathematikstudium in Göttingen auf. Er war sicherlich kein typischer Student: seine mathematischen Arbeiten waren brilliant, aber er wurde als plumper, ungehobelter Bauernjunge wahrgenommen, der in der Göttinger Szene ein völliger Außenseiter war. Freunde fand er erst, als er sich im zweiten Semester den Nationalsozialisten und der SA anschloß. Das war 1931. Zwei Jahre später, inzwischen wurde er von den Professoren schon als ebenbürtiger Mathematiker angesehen, organisierte er als stellvertretender Fachschaftsvorsitzender den Boykott von Edmund Landaus Erstsemestervorlesung. Von Landau zur Rede gestellt, erklärte er diesem in einem persönlichen Brief, dass “viele akademische Vorlesungen, insbesondere auch die Differential- und Integralrechnung, zugleich erzieherischen Wert haben und den Schüler nicht nur in eine neue Begriffswelt, sondern auch zu einer anderen geistigen Einstellung führen. Da aber die geistige Einstellung des einzelnen von seinem Geiste, der da umgestellt werden soll, abhängt, dieser Geist aber nach nicht nur jetzt, sondern schon lange bekannten Grundsätzen ganz wesentlich von der rassischen Zusammensetzung des einzelnen abhängt, dürfte es sich im allgemeinen nicht empfehlen, z.B. arische Schüler von einem jüdischen Lehrer ausbilden zu lassen.” Landau bat zwei Tage später um seine Entlassung, offensichtlich fühlte er sich von den SA-Studenten bedroht.

Obwohl Teichmüller zunächst noch zu verhindern versucht hatte, dass Helmut Hasse in Göttingen die Nachfolge Hermann Weyls antrat – er bezeichnete ihn als einen großen Algebraiker und deutschen Nationalisten, aber noch unfähig, den Anforderungen des neuen Regimes zu genügen – hatte er Hasse dann als Doktorvater gewählt und bei ihm über ein algebraisches Thema promoviert. Wenngleich die Nationalsozialisten innerhalb der Mathematik offiziell die “talmudistische” abstrakte Mathematik bekämpfen wollten, war die moderne Algebra nicht nur durch Hasse weiterhin prominent vertreten. Dagegen wurde ein von Richard Brauer geplantes Buchprojekt, mit dem die weniger abstrakte Algebra im Stile Issai Schurs in Lehrbuchform gebracht werden sollte, gestoppt. (Brauers Buchprojekt, das auch von Courant unterstützt wurde, hatte ein Gegengewicht zu van der Waerdens Algebra-Lehrbuch darstellen sollen. In dessen 1930 unter dem Titel “Moderne Algebra” erschienenen Lehrbuch kamen Anwendungen – etwa in der Zahlentheorie – überhaupt nicht mehr vor. Es basierte auf Vorlesungen von Noether und Artin, war aber anders als die Originale von historischen Bezügen oder solchen zu anderen Gebieten der Mathematik völlig befreit. Trotzdem oder vielleicht deswegen wurde es für die nächsten Jahrzehnte das Standardwerk der Algebra, während Brauers Projekt nie realisiert wurde.)

Hasse arbeitete zu dieser Zeit an der Riemann-Vermutung für die Zetafunktion von Funktionenkörpern mit endlichem Konstantenkörper. (Den Fall elliptischer Funktionenkörper löste er 1936.) Er sah sich als Algebraiker und nicht als Geometer. Beispielsweise sprach er nicht von Kurven über endlichen Körpern, sondern von elliptischen Funktionenkörpern mit endlichem Konstantenkörper. (Im Gegensatz etwa zu André Weil, der in einem Brief an Hasse betonte, man solle die alten Theorien nicht aus dem Blick verlieren; viele Resultate etwa der italienischen Schule müßten nur noch in die Sprache der modernen Algebra übersetzt werden. Weil bewies dann letztlich auch in den 40er Jahren den allgemeinen Fall.) Zur endgültigen Fassung von Hasses Beweis hatte Teichmüller einige eher formale Dinge beigetragen.
Hasse kam den kameradschaftlichen Vorstellungen der jungen Nazis durchaus entgegen, in dem er zum Beispiel ein wichtiges Forschungsseminar, dessen Thema er vorgab, formal in Eigenregie der Fachschaft organisieren ließ. In den Auseinandersetzungen in Göttingen setzte er sich letztlich gegen die von Erhard Tornier geführte radikalere Fraktion durch, vor allem, da er stets die Rückendeckung des Ministeriums suchte und letztlich auch bekam. Teichmüller, der Tornier unterstützt hatte, beschloß wohl auch deswegen, nach Berlin und zur dort von Ludwig Bieberbach vertretenen geometrischen Funktionentheorie zu wechseln.



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Sievert ist keine physikalische Größe – Nucular


… zumindest nicht so, wie sie benutzt wird. Aber sie tut so, als wäre sie eine. Sievert wird hauptsächlich im Strahlenschutz verwendet, um einen Wert anzugeben, wie gefährlich ionisierende Strahlung ist und wieviel Strahlung auf einen Ort oder ein Objekt eingewirkt hat. Deswegen bezeichne ich sie hier im Blog des öfteren gerne mal als “medizinische Messgröße”, um klarzustellen, dass hier die Quantifizierung eben nicht so eindeutig ist wie bei richtigen physikalischen Messgrößen wie kg oder Meter.

Formal gesehen wird ein Sievert über Joule pro Kilogramm definiert und ist damit wie das Gray eine Energiedosis. Sprich, wenn ich sagen könnte “In diesem Objekt (welches X kg Masse hat) wurden durch ionisierende Strahlung Y Joule Energie deponiert.” – ja, dann hätte ich eine echte physikalische Größe. Doch diese Anwendung findet in der Realität so gut wie niemals statt. Wenn ich z.B. jetzt einen 1kg Kupferklotz hätte und den mit 1J an ionisierender Strahlung bestrahle, dann deponiere ich nicht automatisch das ganze Joule auch in dem Kupferblock. Wieviel ich davon deponiere, müsste ich messen oder kompliziert ausrechnen und bräuchte dazu sehr viel Informationen über die Ionisierende Strahlung (Energie, Divergenz, Entstehungsort etc. pp.) und mein Kupfer müsste sehr klar definiert sein (sehr rein, multikristallin etc. pp.) und es dürften keine äußerlichen Effekte auf das ganze Experiment einwirken.

Energieübertrag (Y-Achse) auf menschliches Gewebe für verschiedene Arten von ionisierender Strahlung

Das wird dann unendlich komplizierter, wenn ich keinen homogenen Kupferblock, sondern irgendeinen echten Gegenstand oder sogar biologisches Gewebe habe, das ich bestrahlen will. In der Anwendung gibt es dann verschiedenen Faktoren, die auf die Dosis aufgeschlagen werden, um der realen “medizinischen Gefährlichkeit” nahe zu kommen. Elektronen haben z.B. den Faktor 1, während Alphateilchen einen Faktor von 20 haben, was in etwas aussagen soll, dass Alphastrahlung 20fach so gefährlich wie Betastrahlung ist. Die Gefährlichkeit (in diesem Fall der Energieübertrag bei Interaktion mit ionisierender Strahlung) geht auch nicht linear mit der Energie der ionisierenden Strahlung. Am einfachsten sieht man das bei den Faktoren für Neutronen, die für ganz niederenergetische und ganz hochenergetische Neutronen jeweils 5 und für mittelenergetische (epithermische) Neutronen ganze 20 betragen.

Diese ganzen Faktoren, Eichtabellen usw. tun ihren Job ziemlich gut und man kann die Ergebnisse in Sievert bzw. mSv für viele viele Anwendungen benutzen. Äquivalenzdosen, Organdosen, effektive Ganzkörperdosen, Ortsdosen usw. usw. funktionieren hinreichend gut für das, was man braucht. Man kann gut damit arbeiten und erhält sinnvolle Ergebnisse… ABER man muss ich dabei immer im Hinterkopf behalten, dass die Dosis keine wirklich echte physikalische Messgröße ist, wenn man sie mit dem Geigerzähler misst. Die einzige echte physikalische Messgröße bei einem (Strahlungs)Detektor ist c/s, Zählereignisse pro Sekunde. Alles, was danach kommt, ist Interpretation und Herumgerechne.

Das gilt – mal wieder – besonders für niedrige Dosen und einen üblichen Fehler, den ich immer wieder sehe, ist das Hochrechnen von dieser fehlerhaften Größe. Wenn jemand im Internet sagt “Ich messe 0,012 µSv/s, dass sind dann 0,012 µSv/s * 60 s / min * 60 min / d * 365 d / a = 15 mSv pro Jahr und damit Fünfzehn mal höher als der gesetzlich erlaubte Wert”, dann ist das theoretisch zwar richtig – aber nur dann, wenn die 0,012µSv eine echte physikalische Messgröße mit einer klar definierten Messungenauigkeit wären. Da sie das in der Regel aber eben nicht ist, darf man nicht wirklich mit der Dosis so wild herumrechnen und daraus dann irgendwelche Schlüsse ziehen. Das ist einfach und simpel nicht naturwissenschaftlich und messtechnisch gesehen falsch.

Langer Rede kurzer Sinn, ja ihr sollt gerne mSv im Alltag benutzen. Aber seid verdammt vorsichtig damit, wenn ihr daraus irgendwelche Schlüsse zieht, die mehr als eine grobe Richtlinie sind. Vor allem bei niedrigen Dosen und unbekannter Strahlung auf komplizierte Materie. Da wird es dann irgendwann nur noch der Blick in die Kristallkugel.

… zumindest nicht so, wie sie benutzt wird. Aber sie tut so, als wäre sie eine. Sievert wird hauptsächlich im Strahlenschutz verwendet, um einen Wert anzugeben, wie gefährlich ionisierende Strahlung…



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